Ceramide

Die natürlichen Helfer bei trockener Haut

Hautpflegeprodukte erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Das liegt vor allem daran, dass viele Menschen Falten glätten, Hautunreinheiten reduzieren und insgesamt den natürlichen Alterungsprozess der Haut verlangsamen wollen. Der Anti-Aging-Sektor bietet daher ein riesiges Spektrum von Cremes, Seren und Peelings, welche die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, straffen, Unreinheiten reduzieren etc. Natürliche Mittel, welche einen umfassenden Anti-Aging-Effekt haben, sind sogenannte Ceramide. Ceramide sind hauteigene Fette, die eine natürliche Barriere auf der Oberfläche bilden.

Als Bestandteil von Kosmetika können sie die Haut dauerhaft mit Feuchtigkeit versorgen und Falten reduzieren. Du möchtest mehr wissen? In den folgenden Abschnitten haben wir die wichtigsten Infos zu Ceramiden in der Kosmetik gesammelt.

Ceramide Serum

Was sind Ceramide?

Das Wort “Ceramide” ist ein Sammelbegriff für eine bestimmte Gruppe von körpereigenen Fetten oder Lipiden. Haut-Ceramide befinden sich in der Hornschicht und fungieren dort als Hautschutzbarriere, welche Feuchtigkeit bindet. Sind zu wenig dieser Fette vorhanden, trocknet deine Haut in der Folge schneller aus.

Sie erfüllen also eine sehr wichtige Funktion innerhalb des menschlichen Organismus. Die unterschiedlichen Ceramid-Arten werden mit Bezeichnungen versehen.

Die meisten produziert dein Körper selbst, wenn er bestimmte Nahrungsmittel wie Eier oder Sojabohnen verdaut. Nur Lebensmittel allein reichen allerdings nicht aus, um einen sichtbaren Anti-Aging-Effekt zu erzielen. Einen solchen erreichst du, wenn du Ceramide für die Haut beispielsweise in Form von Kapseln einnimmst oder als Hautcreme aufträgst.

Ceramid-Arten:

  • EOS
  • NS
  • NP
  • EOH
  • AH

Wie wirken Ceramide?

Ceramide können bei einer ganzen Reihe von Beschwerden helfen – ob bei Akne, trockene Haut oder Falten. Selbst im Bereich der Haarpflege lohnt es sich, die Fette zu verwenden.

Verfügt deine Haut über eine zu geringe Ceramid-Konzentration, wird sie trocken, schuppig oder rissig. Das wiederum führt dazu, dass Allergene und Keime leichter in sie eindringen können. Es ist daher in jedem Falle sinnvoll, Produkte zu verwenden, welche das natürliche Gleichgewicht in der Hautbarriere wieder herstellen.

Ceramide-Hautpflege gegen Falten

Im Laufe des Lebens verliert die Haut auf ganz natürliche Weise an Spannkraft – sie wird faltig, trocken, rau und es können Altersflecken entstehen. Daher ist es sinnvoll, Ceramide bereits ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig zu verwenden. Diese regen nämlich die Durchblutung an und helfen der Haut dabei, Feuchtigkeit zu speichern.

Zusätzlich hemmen Ceramide-Gesichtscremes die sogenannte Melanogenese – sie verhindern also das Entstehen von Altersflecken.

Ceramide gegen trockene Haut

Manche Menschen neigen von Natur aus zu trockener Haut oder nutzen stark säurehaltige Kosmetika, welche die Epidermis reizen.

In diesem Fall beweisen Ceramide ihre Wertigkeit dadurch, dass sie die Lipiddoppelmembran in der Oberhaut stärken. Diese speichert Feuchtigkeit. Ist die Doppelmembran intakt, hat das also einen positiven Effekt auf deine Hautgesundheit.

Die Wirkung von Ceramiden tritt allerdings nicht über Nacht ein. Haut benötigt im Schnitt einen Monat, um sich zu erneuern. Gesunde Hautzellen brauchen also etwas Zeit, um die Hautoberfläche zu erreichen. Bei essbaren Ceramiden zeigen sich gesundheitliche Verbesserungen im Schnitt nach etwa 4 bis 12 Wochen.

Ceramide bei trockener Haut

Ceramide gegen Akne

Auch bei entzündlichen Hautkrankheiten wie Akne helfen Ceramide. Wenn deine Haut zu Pickeln und Mitessern neigt, ist oft die oberste Schicht, die als Hautbarriere dient, stark geschädigt. Sie benötigt daher eine spezielle Pflege.

Die Fettbausteine eignen sich ideal, weil sie die Hautschichten mit Feuchtigkeit versorgen und gleichzeitig Irritationen verhindern. Da sie natürlich im Körper vorkommen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie deine Haut reizen. Feuchtigkeitscremes mit Ceramiden kannst du also durchaus häufiger verwenden, ohne Angst haben zu müssen, dass sie deine Gesichtshaut belasten.

Ceramide für die Haare

Stumpfes, brüchiges oder sprödes Haar kannst du mithilfe von Ceramid-Kuren, -Shampoos oder -Haarmasken pflegen.

Die Lipide helfen dabei, die Schuppenschicht deiner Haare zu reparieren. Auch bei trockener Kopfhaut wirken Ceramide Wunder, da sie deine Oberhaut mit Feuchtigkeit versorgen.

Besonders Leave-In-Produkte können die Schuppenschicht deiner Haare stärken und brüchige, strapazierte Stellen regenerieren.

Frau mit Haarmaske

So steigerst du deine Ceramide-Produktion

Neben Cremes mit Ceramiden gibt es auch andere Möglichkeiten, deinen Körper mit den wertvollen Lipiden zu versorgen. Im Bereich der Ceramide zum Einnehmen bieten sich zahlreiche Produkte an.

Cremes allein reichen häufig nicht aus, um den Ceramid-Mangel der Haut auszugleichen. Kapseln oder Tabletten versorgen deinen Körper dagegen über den Blutkreislauf zuverlässig mit den Fettbausteinen.

Ceramide zum EInnehmen:

  • Kapseln
  • Tabletten
  • Beauty-Drinks

Welche Inhaltsstoffe passen gut zu Ceramiden?

Bei der Vielzahl an Produkten auf dem Markt, welche Ceramide enthalten, ist es nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Meistens beinhalten Cremes und Seren zusätzliche Inhaltsstoffe, welche den pflegenden Effekt verstärken sollen.

Am besten eignen sich solche, die Ceramide mit Bausteinen verbinden. Lipidmischungen wie diese wirken auf die Haut wie umfassende Frischekuren. Die ideale Gesichtscreme mit Ceramiden enthält eine ausgeglichene Mischung aus hautaufbauenden Inhaltsstoffen wie Retinol oder Niacinamid sowie Antioxidantien wie Vitamin C.

Passende Bausteine:

  • Aminosäuren
  • Glycerin
  • Cholesterin

Können bei Ceramiden Nebenwirkungen auftreten?

Wie bereits beschrieben, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Ceramid-Arten. Die Hautbarriere setzt sich nicht nur aus einer zusammen, sondern verbindet die verschiedenen Typen. Enthält eine Creme nur einen einzelnen Typ, kann das das Gleichgewicht der Haut durcheinander bringen. Beispielsweise könnte deine Haut durch die Behandlung stärker nachfetten. Du solltest daher bei Pflegeprodukten auf eine möglichst ausgewogene Mischung achten.