Family Stories

Unsere Familien sind das Netzwerk unserer engsten Vertrauten, jener Menschen, die uns am besten kennen und die uns so viel geben. Die einen haben uns gefunden, die anderen haben wir uns ausgesucht. Für diese Menschen geben wir selber alles. Aus Liebe. Für unsere family stories haben wir unterschiedliche Menschen getroffen und mit ihnen darüber gesprochen, was ihre Beziehung zueinander ausmacht.

Mutter und Tochter
Mutter Vinh und Tochter Luisa

Würde im Leben immer alles nach Plan laufen, hätte man nie die Chance auf Überraschungen. Vinh, die in Vietnam geboren wurde und in den USA aufwuchs, lernte Luisas Vater in Los Angeles kennen. Der gebürtige Berliner wollte gerne nach Deutschland zurück, es sollte nach München gehen.

Vinh sagte: “Okay, München ist in der Nähe von Italien, let’s do it.” Nach einem Jahr zogen sie von München nach Berlin, ihr erster Eindruck: Die Stadt ist grau, super aufregend und irgendwie elektrisch. Fünf Jahre sollten es maximal werden. Es wurden 21 Jahre draus. Die Kinder kamen, Luisa hat noch einen jüngeren Bruder, Valentin, 16. Neue Freunde, Jobs, Deutsch lernen.

Heute wohnt die Familie in Zehlendorf, Vinh und ihr Mann Dirk haben zusammen eine Filmproduktion, sie machen Animationsfilme für Kinder. “In Deutschland Kinder zu bekommen und großzuziehen, ist sehr angenehm. Sie haben hier sehr viel Freiheit, aber auch mehr Verantwortung, weil sie selbständiger aufwachsen”, erzählt Vinh, die selbst sehr religiös aufwuchs. Ihre eigenen Kinder erzog sie wesentlich freier, sie sprechen über alles ganz offen, es gibt kein Thema, das zu peinlich wäre. “Ich kann meiner Mutter sehr viel anvertrauen, kann Beziehungskram mit ihr teilen, sie hat immer einen guten Rat für mich”, sagt Luisa, die an der UdK in Berlin Kommunikation im vierten Semester studiert.

  • Nicht nur in Liebesangelegenheiten ist ihre Mutter eine gute Ratgeberin, auch, was die Hautpflege betrifft: “Die Pflege der Haut muss an erster Stelle stehen. Wenn man von innen strahlt, zeigt sich das auch außen.” Im Gegenzug gibt Luisa ihrer Mutter Make-up-Tipps, die sie durch YouTube Tutorials gelernt hat: “An Mama darf ich mich kreativ ausleben”, lacht Luisa. Auch Vinh genießt es: “Für uns ist es superschön, zusammen Zeit zu verbringen vor dem Spiegel!” Sie probieren Looks aus mit Highlighter und Glitter, flechten sich die Haare, experimentieren mit magnetischen Wimpern oder stellen ihre Füße zusammen in einen Eimer und machen im Home-Spa eine Pediküre. “Corona hat uns viel geschenkt, wir verbringen noch mehr Zeit zusammen als sonst. Und auch, wenn es manchmal Reibung gibt, ist es ein Geschenk für uns alle” sagt Vinh. Und Luisa stimmt ihr zu. Sie sind ein gutes Mutter-Tochter-Team, in allem, was sie sagen, ist bedingungslose Liebe spürbar. “Ich habe meinen Kindern immer vertraut, immer gesagt, dass sie alles machen können, wir sie dabei unterstützen.” Kurz denkt Vinh nach und fügt an: “Ich habe das nicht nur gesagt, ich habe das hoffentlich auch gezeigt.” Das hat sie ganz offensichtlich sehr gut gemacht. “Ich mag, dass ich mit Mama immer ich selbst sein kann, wir rumblödeln können, dass sie so offen ist, so stark, ich finde unsere Beziehung schön”, erzählt Luisa. “Sie hat etwas Formatives für alle Beziehungen in meinem Leben.”

    Eins der größten Schönheitsgeheimnisse, das man von seiner Mutter bekommen kann, ist ein gesundes Selbstbewusstsein. Wenn Luisa sich unwohl mit sich selbst fühlte, hat Vinh sie immer wissen lassen, dass das, was sie an sich nicht für schön hält, das einzigartige Merkmal sein könnte, das jeder eines Tages haben möchte. Sie teilen den gleichen Musikgeschmack (z. B. Rap, Hip-Hop) und manchmal auch den Kleiderschrank. “Meine Mutter hat generell einen sehr guten Geschmack, ich darf mir alles ausleihen.” Nur manchmal vergisst sie, vorher zu fragen. “Das ärgert mich dann kurz, und, dass ihr meine Klamotten manchmal einfach besser stehen”, lacht Vinh.

    Us-Time für Vinh und ihre Tochter Luisa bedeutet auch, sich gegenseitig die Nägel zu lackieren. Am liebsten mit den Nagellacken von Yves Saint Laurent. Ihr aktueller Favorit: die sanfte Frühlingsnuance Rose Romantique. Weitere Beauty-Schätze, die im Spiegelschrank der beiden zu finden sind: das “Revitalift Laser Nacht-Serum” von L’Oréal, das Vinhs Haut dank purem Retinol mit Feuchtigkeit versorgt sowie der cremig-sanfte Duft “A Drop d’Issey” von Issey Miyake, der Luisa mit zarten Flieder- und Vanillenoten jeden Tag begleitet.

Vater und Sohn
Vater Pierre und Sohn Robert

Es ist schnell erzählt: Roberts Eltern waren 37 Jahre verheiratet, bekamen drei Kinder, zwei Mädchen und einen Jungen, es wurde viel gelacht, viel geliebt in dem kleinen Vorort von Paris. Roberts Mutter ist Deutsche und wollte eines Tages nach Berlin zurück, sie hat einen neuen Mann, Jean-Pierre eine neue Frau geheiratet, Robert wohnt mit seiner Freundin zusammen. Falls du bis hierher folgen konntest: Superbe!

Das Wichtigste: diese besondere Energie zwischen Vater und Sohn, die sich schon immer sehr nah waren. Als Robert ein kleiner Junge war, machten sie viel Sport zusammen, fuhren Rennrad. Sein Vater sei sogar bei der Tour de France mitgefahren und einen Marathon in drei Stunden gelaufen, als er schon 50 war, erzählt der Sohn stolz.

Die Männer telefonieren jeden Tag, manchmal fahren sie einfach nur in den Baumarkt zusammen: “Das ist unser Lieblingsort, der Schuhladen für Männer”, lacht Robert. Er produziert Fashion Events, sein Vater war früher Landschaftsgestalter. Jean-Pierre war stets ein moderner, liberaler Vater, hat gekocht und geputzt. “Es wäre nie ein Problem gewesen, wenn ich schwul gewesen wäre oder eine Frau hätte sein wollen”, erzählt Robert. “Mein Vater kann mir auch sagen, wenn er eine Frau sein will.” Sein Vater sei kein Typ für viel Beauty, “aber, wenn er mal ein bisschen sexy sein möchte, benutzt er Parfum. Am liebsten Sauvage von Dior”.

Schwestern
Schwestern Hannah und Rachel

Auf die Frage, ob sie auch zusammenwohnen, lautes Lachen: "Nein, wir wollen auch noch unser Privatleben haben." Das haben sie, aber teilen dennoch alles, was sie beschäftigt, jede emotionale Regung, was sie nervt und was sie happy macht. Beide leben in Berlin, haben jedoch komplett unterschiedliche Freundeskreise und Berufe. Hannah ist in der Ausbildung zur Maskenbildnerin, Rachel, gelernte Krankenschwester, studiert internationale Katastrophenhilfe. ”Wir akzeptieren uns so wie wir sind, keiner von uns hat Angst, dass sich die andere abwendet.“

In Beauty-Dingen sind sie sich ohnehin einig: Weniger ist mehr, und Lippenstift ist eher selten, lieber verwenden sie den Skin Food Lipgloss von Weleda und zum Abschminken das Cleansing Oil von bareMinerals.

Die beiden sind in einem kleinen Ort in der Nähe von Stuttgart mit zwei unterschiedlichen Kulturen aufgewachsen, die Mutter ist deutsch, der Vater kommt aus Äthiopien. Sie haben immer ihre Gedanken teilen können, auch solche, die aufkommen, wenn man nicht so aussieht wie der Durchschnitt. Ihre Eltern waren nie verheiratet: "Ich finde das toll, dass sie noch zusammen sind, gesellschaftlich müssten sie es ja nicht." Impulsiv sind sie beide, krachen sich auch mal an, aber das ist egal, weil sie immer wissen: Sie ist meine Familie, sie ist mein Zuhause.